»Das Wasser im August« ist ein so cleverer Roman über die DDR und das Erzählen von ihr, wie man ihn vom Akademiepräsidenten erwarten kann. Auch eine Feuilletondebatte, die Ingo Schulze ausgelöst hatte, hallt darin wider.
Der Holocaustüberlebende war Meister der Monumentalromane: Sein »Buch der Erinnerung« und die »Parallelgeschichten« umfassten über tausend Seiten. Nun ist der ungarische Autor Péter Nádas gestorben, er wurde 83 Jahre alt.
Er zeichnete Kanzler Kohl als Birne und schuf den Komikern der Neuen Frankfurter Schule ein Elch-Denkmal: Hans Traxler prägte die Satirehefte »Pardon« und »Titanic«. Nun ist der Karikaturist im Alter von 97 Jahren gestorben.
In seinem neuen Roman erzählt Ingo Schulze von den Sommerferien eines 16-Jährigen in der DDR. Dass sich heute jemand wünschen könnte, im Jahr 1988 zu leben, kann er sich nicht vorstellen. Mit der AfD verbindet er »Unheil«.
Hat der Kanzler im Urlaub geweint? Wie eng wird’s für Demokraten? Und warum trifft Trump einen kleinen Ball nicht? Die Cartoons der Woche.
Proaktive Drohnenabwehr, der langsam versickernde Rhein und die schnell versickernde SPD: So sehen die Cartoonisten Thomas Plaßmann, Klaus Stuttmann und Julian Fiebach die Welt.
Vor mehr als 40 Jahren klopfte die Stasi an die Tür einer Schriftstellerin. Ihr Buch erschien nie. Sie hörte auf zu schreiben. Jetzt kann man den Roman endlich lesen. Ein Gespräch mit Gerti Tetzner übers Aufhören, Anfangen und über das, was dazwischen passiert.
Mit seiner Epochenstudie »Verhaltenslehren der Kälte« wurde er in den Neunzigerjahren zum Kultautor. Jetzt ist Helmut Lethen im Alter von 87 Jahren gestorben.
Sebastian Fitzek hat für das Abhängigkeitspotenzial von Handys einen drastischen Vergleich gewählt. Der Bestsellerautor gestand dabei auch, dass er selbst schon mit einem Therapeuten über seine Handysucht gesprochen habe.
Jojo und Yara waren zwei gegen die Welt. Und heute? Im Roman »Kaskaden« geht es um Freundschaft, Liebe und Kapitalismus. Ein starkes Debüt.
Die Jury für den Deutschen Buchpreis hat 20 Autorinnen und Autoren für die Longlist der renommierten Literaturauszeichnung bekannt gegeben. Unter den Auserwählten: Valeria Gordeev, Lukas Rietzschel und Heinz Strunk.
Man will beim Lesen in ein Glas beißen, damit die Splitter den Mund aufschürfen und man sich anschließend am eigenen Blut verschluckt: Tony Tulathimutte hat das wohl verstörendste Buch geschrieben, das man zurzeit lesen kann.
Sechs Monate lang gab George R. R. Martin in seinem Blog kein Update. Nun hat er seinen Fans den zwischenzeitlichen Rückzug erklärt: Der Autor hat demnach eine schwere Zeit hinter sich.
Jess Hengel spricht auf TikTok über Bücher, weint dabei oder lacht. So ist sie zu einer der größten BookTokerinnen geworden. Mächtig will sie nicht sein – und doch beeinflusst sie, welcher Roman ein Bestseller wird.
Schriftstellerinnen werden mit KI-Texten erwischt, Cover von Maschinen gestaltet: Die Buchbranche ringt um ihre Haltung zu künstlicher Intelligenz. Schon jetzt durchleuchten Start-ups Manuskripte auf Erfolgsaussichten.
Monika Helfer schrieb fast ihr ganzes Leben, wurde aber erst mit über 70 mit einer autofiktionalen Familientrilogie populär. Sie blickte liebevoll, doch nie naiv auf ihre Nächsten und sich selbst. Und schuf so große Literatur.